Young Arts Diversity 2.0
Kompetenzentwicklung und Qualifizierung von Kunstvermittler*innen: Klassismuskritik und Empowerment für Kinder und Jugendliche in Neukölln
Die Jugendkunstschule Neukölln ist mit ihren Standorten am Hertzbergplatz, im Körnerpark, am Dammweg und in der Gropiusstadt tief in den unterschiedlichen sozialräumlichen Kontexten Nord-Neuköllns verankert. Diese dezentrale Struktur bildet das Fundament für die Arbeit unserer Kunstvermittler*innen, die als wichtige Schnittstellen zwischen Kultureinrichtungen, Schulen, Nachbarschaften und außerschulischen Lernorten agieren.
Aufbauend auf der erfolgreichen Entwicklung aufsuchender Formate im Vorgängerprojekt richtet Young Arts Diversity 2.0 den Fokus nun gezielt auf die Qualifizierung der Vermittler*innen selbst. Das übergeordnete Ziel ist es, die Selbstermächtigung und Teilhabechancen von armuts- und benachteiligungsbetroffenen Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu stärken.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf der klassismuskritischen Kompetenzentwicklung. Soziale Herkunft und ökonomische Ungleichheit prägen den Zugang zu Kunst und Bildung massiv, werden im Kulturbereich jedoch oft noch zu wenig reflektiert. Das Projekt unterstützt Kunstvermittler*innen durch Fortbildungen, Prozessbegleitung und Teamformate dabei, eigene Positionen zu hinterfragen, unbewusste Barrieren abzubauen und diskriminierungssensible Handlungsstrategien für die Praxis zu entwickeln.
Über einen Train-the-Trainers-Ansatz werden Haltungen und Methoden langfristig im Kollegium verankert, um die Jugendkunstschule Neukölln als sicheren, chancengerechten Lern- und Arbeitsort weiterzuentwickeln. Ein praxisorientierter Leitfaden sowie eine begleitende Evaluation sichern die Ergebnisse und machen die gewonnenen Erkenntnisse nachhaltig nutzbar.