Angebote für Kunstvermittler*innen

Qualifizierung und Multiplikator*innenarbeit

Während der gesamten Projektlaufzeit bietet Young Arts Diversity 2.0 regelmäßige Fortbildungsformate für Kunstvermittlerinnen sowie für Mitarbeitende der Jugendkunstschulen und des Fachbereichs Kultur Neukölln an.
Im Juni 2026 hat der Auftaktworkshop (Teil 1) mit Francis Seeck allen beteiligten Akteurinnen einen gemeinsamen Einstieg und eine erste Orientierung zum Thema Klassismus im Kulturbetrieb ermöglicht.
Auf Basis einer anschließenden Bedarfsanalyse werden die weiteren Formate thematisch und intersektional ausgerichtet. Sich wiederholende Angebote stellen sicher, dass alle Akteur*innen zweimal jährlich an einer Fortbildung teilnehmen können.
Ergänzend vermitteln spezifische Module unter dem Schwerpunkt „Wie funktioniert Lernen?“ Grundlagen zu den altersbedingten Entwicklungs- und Lernstufen von Kindern und Jugendlichen.

Coaching und Praxisbegleitung

Zusätzlich zu den Fortbildungsreihen stehen den Kunstvermittler*innen bedarfsorientierte Coachingangebote, kollegiale Reflexionsräume und gemeinsame Kursanalysen zur Seite. Ein intersektional und divers aufgestellter Coachingpool ermöglicht dabei eine multiperspektivische Praxisbegleitung. Diese Formate unterstützen dabei, die künstlerischen Formate kontinuierlich an die sozialräumlichen Gegebenheiten in Nord-Neukölln anzupassen.
Coachings bieten konkrete, verlässliche Hilfestellungen bei praktischen Fragen, Herausforderungen oder Konflikten aus dem alltäglichen Vermittlungsbetrieb der Jugendkunstschule Neukölln.

Vernetzung & Organisationsentwicklung

Aufbauend auf den bisherigen Erfahrungen erweitert Young Arts Diversity 2.0 die diskriminierungssensible Praxis gezielt um eine klassismuskritische Perspektive und verknüpft diese mit einer standortübergreifenden Organisationsentwicklung. Ziel ist es, den fachlichen Austausch zu intensivieren, Synergien zu schaffen und Ressourcen nachhaltig zu nutzen.

Seit 2024 vereint die Jugendkunstschule Neukölln vier Standorte. Um diese noch enger miteinander zu verbinden, werden vorhandene Potenziale standortübergreifend gedacht – etwa durch eine gemeinsame Materialbeschaffung. Zudem eröffnet die Vernetzung Räume für mögliche standortübergreifende Kollaborationen der Kunstvermittler*innen. So wachsen die einzelnen Standorte schrittweise zu einem gestärkten Gesamtsystem zusammen.

Aufsuchende Kulturarbeit & zielgruppenorientierte Vermittlung

Young Arts Diversity 2.0 stärkt Kunstvermittler*innen in einer klassismuskritischen, diskriminierungssensiblen und intersektionalen Praxis. Von dieser Qualifizierung profitieren im Verlauf direkt Kinder, Jugendliche und Familien im Kiez – insbesondere diejenigen, die von Armut und/oder sozialer Benachteiligung betroffen sind.
Um Barrieren weiter abzubauen und auch schwer erreichbare Communities anzusprechen, wird es zudem aufsuchende, niedrigschwellige Kunstangebote direkt im Sozialraum geben: An festen wöchentlichen Terminen entsteht an allen vier Standorten ein wiederkehrendes, sichtbares Angebot, das einen einfachen, intergenerativen Zugang zu kultureller Bildung mitten im Kiez ermöglicht.